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APRIL, APRIL!


"Fake News" ist der Begriff des Jahres. Hinz und Kunz werfen sich gegenseitig vor, Falschmeldungen zu verbreiten. In der Regel sind die lautesten Schreier diejenigen, die laufend irgendwelche Dinge erfinden oder auch verschweigen, um ihre Legenden dann als die Wahrheit, die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu verbreiten.

Sogar in den Naturwissenschaften ist es üblich geworden, Unsinn zu verbreiten wie etwa das Märchen von den "Chemtrails", eine nur zehntausend Jahre alte Erde oder diverse kindische Verschwörungstheorien. Irgendjemand glaubt den Stuss immer, und sei er noch so abwegig. Laut PISA-Studie ist das Interesse für Naturwissenschaften in den deutschsprachigen Ländern nur schwach ausgeprägt, das ist wahrscheinlich der Grund, warum es bei uns besonders leicht ist, pseudowissenschaftliche "Fake News" zu verbreiten.

Machen wir die Probe auf's Exempel! Ich versuche jetzt, die Leser in einen naturwissenschaftlich-technischen April zu schicken. Welche der folgenden Aussagen sind richtig, welche sind falsch?

● Eine Kohlen(mon)oxidvergiftung ist schwer zu erkennen, weil die Vergifteten eine rosa Gesichtsfarbe bekommen. Sie erscheinen nicht blau oder grau, sondern sehen kerngesund aus;

● Der Meter als Längenmaß wurde in den Wirren der französischen Revolution ermittelt. Die Vermessungstechniker wurden während der Arbeit mehrmals verhaftet;

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© 2017 Rudolf Öller, Bregenz