Welt der Naturwissenschaften (Scientific Medley)

Ein Blog für Selbstdenker und Ideologiemeider.

 Jahresübersicht 2020


1. Dezember 2020

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DER WEG INS PARADIES


In einem Poesiebüchlein einer verstorbenen Verwandten finden sich Eintragungen aus den Dreißigerjahren. Darin liest man in deutscher Kurrentschrift gut gemeinte Wünsche: „Sei immer wahr und edel, fürwahr ein deutsches Mädel!“. Dieser Satz taucht mehrfach auf. Weitere Sprüche sind „Wir Deutschen fürchten Gott, sonst niemand anderen auf der Welt“ und „Wir Mädel schreiten gläubig, der Sonne zugewandt, wir sind ein heil’ger Frühling ins deutsche Vaterland.“

Eine sakrale Handlung

Diese und andere Verse zeigen, dass die Nationalsozialisten schon vor dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht den geistigen Boden in Österreich bearbeitet hatten. Nationalsozialistisches Gedankengut sickerte schon früh in die Köpfe und wirkte dort. Der „Völkische Beobachter“, das Parteiorgan der NSDAP, schrieb im Juli 1926, also fast sieben Jahre vor Hitlers Machtergreifung, Folgendes: „Aber die, welche zur Hakenkreuzfahne schwuren, haben erlebt, dass die Fahnenweihe eine sakrale Handlung war … und Ihr, die Ihr die Fahnen und Standarten tragt und hinter ihnen marschiert, seid euch bewusst, dass Ihr um die größte Sache kämpft, um die je in Deutschland seit über tausend Jahren gefochten wurde.“

In den Dreißigerjahren hat es in Österreich hunderte Terroranschläge gegeben. Die tödliche Strategie der nationalsozialistischen SA-Banden ist von den Morden der islamistischen Terroristen nicht zu unterscheiden. Parallel dazu gab es die bürgerlichen Sympathisanten, die nationalsozialistische  Ideen gewaltlos in Behörden, Schulen, Universitäten und Organisationen trugen. Was diese Mittelstand-Nazis machten, war das Gleiche, was die Muslimbrüder heute in Europa tun: Subversion, Marsch durch die Instanzen und der Schutz ihrer Lehre. Öffentliche Kritik an der katholischen Kirche ist heute jederzeit, am Islam aber nur erschwert möglich - der erste große Erfolg der Islamisten.

Die Lehre des Propheten

Vor einem Jahrzehnt gestand mir eine muslimische Schülerin einer Gymnasiums-Oberstufe offen, dass sie naturwissenschaftliche Lehrinhalte zwar lernen würde, dass sie aber nichts davon glaube, weil vieles der Lehre des Propheten widerspricht. Das Mädchen spielte vordergründig die aufgeklärte Gebildete, war in Wahrheit aber eine orthodoxe Muslima, die unsere westlichen Werte einschließlich der höheren Bildung ablehnte. Selbstverständlich tat sie das nicht aufgrund eigener Entscheidung.

Nur 15 Prozent der Schariatexte stammen aus dem Koran. Der große Rest kommt aus anderen Quellen. Die Scharia verbietet - das ist überprüfbar - Wissenschaft, Musik und bildnerische Darstellungen. Noch ist es bei uns nicht soweit, aber die Muslimbrüder werden nicht aufgeben auf dem Weg ins Paradies.



© 2020 Rudolf Öller, Bregenz  [/2020/roe_2047]

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(1854-1931)
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